Tren­nung vom Part­ner

Bild: Trennung vom Partner

Hilf­rei­che und wis­sens­wer­te In­fos, wenn Sie sich tren­nen

Eine Trennung verändert Ihr Leben. Keinesfalls sollten allein Ihre Emotionen Ihr Handeln bestimmen. Sie brauchen einen Plan. Menschliche, wirtschaftliche und rechtliche Aspekte geben die Richtung vor. Mit dem, was Sie jetzt tun oder unterlassen, stellen Sie die Weichen für Ihre Zukunft und die Ihres Kindes. In diesem Ratgeber erfahren Sie, wie Sie Stolperfallen erkennen und typische Fehler vermeiden.

Das Wich­tigs­te

  • Ob Ihre Ehe gescheitert ist und die Trennung die Scheidung rechtfertigt, entscheiden Sie selbst. Ihrem Kind sollten Sie das Gefühl vermitteln, dass seine Eltern trotz der Trennung seine Eltern bleiben und Sie es nicht in seiner Hilflosigkeit allein lassen.
  • Da Sie nach der Trennung früher oder später auf eigenen Füßen stehen müssen, sollten Sie planen, wie Sie Ihren Lebensunterhalt gewährleisten. Sie haben für Ihr Kind Anspruch auf Kindesunterhalt sowie auf Trennungsunterhalt, wenn Sie bedürftig sind.
  • Wer in der Ehewohnung verbleiben darf und wer ausziehen muss, richtet sich unabhängig von den Eigentums- oder Mietverhältnissen danach, wer aufgrund seiner Lebensumstände vorrangig auf die Nutzung der Wohnung angewiesen ist.
  • Um die Scheidung zu beantragen, müssen Sie das Trennungsjahr vollzogen haben. Die Trennung innerhalb der ehelichen Wohnung sollte der Ausnahmefall sein.
  • Haben Sie die schwierigste Phase Ihrer Trennung emotional überwunden, sollten Sie trotz aller Vorbehalte auf eine einvernehmliche Scheidung hinarbeiten und eine kostenträchtige und zeitaufwendige sowie nervlich belastende streitige Scheidung möglichst vermeiden.
  • Um nicht Fehleinschätzungen zu unterliegen, empfiehlt sich, frühzeitig eine anwaltliche Erstberatung in Anspruch zu nehmen.

Ist Ih­re Ehe wirk­lich ge­schei­tert?

Allein die Trennung muss noch nicht bedeuten, dass Ihre Ehe wirklich gescheitert ist und alles auf eine Scheidung hinausläuft. Sie sollten sich eine gewisse Zeit zugestehen, um sich bewusst zu werden, was war, was ist und was werden kann. Jede Trennung verläuft in Phasen. Leben Sie in der ständigen Hoffnung, dass Ihr Partner oder Ihre Partnerin zu Ihnen zurückfindet, stehen Sie ständig unter Anspannung. Früher oder später müssen Sie eine Entscheidung treffen. Die Lebensweisheit „Lieber ein Ende mit Schrecken, als ein Schrecken ohne Ende“, kann helfen, die Trennung zu verarbeiten und letztlich zu überwinden.

Soll ich we­gen der Kin­der blei­ben?

Ob Sie allein wegen Ihrer Kinder eine brüchig gewordene Ehe fortsetzen, lässt sich nicht pauschal entscheiden. Werden Sie oder Ihre Ehepartnerin bzw. Ihr Ehepartner aggressiv, wenn einer den anderen zu Gesicht bekommt, ist kein vernünftiges Gespräch mehr möglich und tragen Sie Ihren Zwist offen aus, leiden die Kinder möglicherweise weitaus mehr, als wenn Sie die Trennung vollziehen. Ist die Trennung dann langfristig überwältigt, kann insoweit eine gewisse Ruhe einkehren. Wenn Sie sich trennen, stehen viele Kinder dieser Entwicklung ohnmächtig gegenüber. Sie haben kein Mitspracherecht. Sie befürchten, einen Elternteil zu verlieren. War das Kind immer der Mittelpunkt Ihres gemeinsamen Lebens, hat das Kind das Gefühl, dass es jetzt plötzlich nicht mehr wirklich wichtig ist.

Trotzdem sollte ein Kind kein Grund sein, eine Trennung unendlich aufzuschieben. Sie sollten Ihrem Kind die Botschaft vermitteln, dass Sie trotz Ihrer Trennung gemeinsam für das Kind da sind.Bestenfalls übernimmt jeder Elternteil Verantwortung für das Kind. Vielleicht gelingt es, das Kind im Wechselmodell zu betreuen und ihm das Gefühl zu geben, dass die Familie nach wie vor irgendwie besteht. Kritisch dürfte der Zeitpunkt Ihrer Trennung sein, da in diesem Zeitpunkt alle Konflikte offensichtlich werden. Sie müssen vieles neu organisieren. Vor allem sollten Sie vermeiden, Ihr Kind in einen Loyalitätskonflikt hinein zu drängen, in dem es sich zwischen Ihnen entscheiden muss. Erkennen Sie möglichst an, dass auch die Partnerin bzw. der Partner Elternteil ist und immer Elternteil bleiben wird. Jedes Kind hat Anspruch auf Umgang mit beiden Elternteilen.

Pla­nen Sie Ih­ren Le­bens­un­ter­halt

Bestenfalls wissen Sie bereits vor der Trennung, wie Sie Ihren Lebensunterhalt nach der Trennung organisieren. Idealerweise sparen Sie sich Kapital an, von dem Sie eine Zeit leben können. Erwarten Sie nicht, dass Ihre Partnerin bzw. Ihr Partner freiwillig und spontan Kindesunterhalt und Trennungsunterhalt zahlt. Tragen Sie so früh wie möglich alle wirtschaftlich relevanten Unterlagen zusammen oder kopieren Sie die Originale. So haben Sie eine bessere Ausgangsposition, wenn Sie auf der Grundlage der Einkommens- und Vermögensverhältnisse Ihres Ehepartners Kindesunterhalt und Trennungsunterhalt einfordern.

Expertentipp: Sofern Sie noch kein eigenes Bankkonto haben, sollten Sie umgehend ein eigenes Bankkonto einrichten. Ein Online-Konto steht Ihnen problemlos zur Verfügung, auch dann, wenn Ihre Bonität schlecht ist und Sie eine negative SCHUFA-Eintragung haben. Sofern Sie ein gemeinsames Bankkonto führen, müssen Sie damit rechnen, dass die Partnerin bzw. der Partner das Guthaben vollständig abhebt und einen bestehenden Dispositionskredit ausnutzt. Da Sie das Konto gemeinsam führen, haften Sie für die Hälfte eines eventuell beanspruchten Dispokredits. Sie sollten Ihre Bank umgehend über Ihre Trennung informieren und die Möglichkeit des Dispokredits und auch das Konto kündigen.

Erziehen Sie Ihr Kind allein, kommen eine Reihe öffentlicher Unterstützungsleistungen in Betracht. Prüfen Sie folgende Möglichkeiten:

  • Sie erhalten Unterhaltsvorschuss für Ihr Kind, wenn der andere Elternteil keinen Kindesunterhalt zahlt.
  • Sie haben Anspruch auf Kindergeld und in Abhängigkeit von Ihrem Einkommen Anspruch auf Kinderzuschlag.
  • Beziehen Sie Grundsicherung für Arbeitssuchende oder Sozialhilfe haben Sie für Ihr Kind Anspruch auf umfangreiche Leistungen für Bildung und Teilhabe (Bildungspaket).
  • Elterngeld, auch wenn Ihr Kind in der Trennungsphase zur Welt kommt.
  • Steuerlicher Entlastungsbetrag für Alleinerziehende.
  • Entlastung bei KiTa-Gebühren (Gute-KiTa-Gesetz).
  • Wohngeld.

Zie­hen Sie aus der Ehe­woh­nung aus oder möch­ten Sie blei­ben?

Trennen Sie sich, sollte idealerweise einer von Ihnen die Wohnung verlassen. Allenfalls dann, wenn sich die Räumlichkeiten untereinander aufteilen lassen, können Sie die Trennung auch in der Ehewohnung vollziehen und nur noch Küche und Badezimmer gemeinsam nutzen. Besser dürfte aber sein, wenn Sie Fakten schaffen und vermeiden, dass Sie sich ständig über den Weg laufen und vielleicht nur noch neue, überflüssige Konflikte provozieren.

In der Trennungsphase kommt es nicht darauf an, wer den Mietvertrag unterzeichnet hat oder wer Eigentümer der Wohnung ist. Es kommt allein darauf an, dass derjenige Ehepartner vorrangig die Wohnung nutzen darf, der aufgrund seiner Lebensumstände verstärkt auf die Nutzung angewiesen ist. Leben Sie mit Ihrem Kind in der Wohnung oder ist Ihnen ein Auszug aus Krankheitsgründen nicht zuzumuten, haben Sie ein vorrangiges Nutzungsrecht an der Wohnung. Das Nutzungsrecht beschränkt sich zunächst auf den Zeitraum Ihrer Trennung. Ab dem Zeitpunkt der Scheidung sollten Sie eine endgültige Lösung gefunden haben.

Soll­te ich ei­ne Tren­nung auf Zeit in Be­tracht zie­hen?

Eine Trennung auf Zeit kann eine Lösung sein, ist es erfahrungsgemäß aber nicht. Oft gibt es handfeste Gründe, dass Sie die Trennung anstreben. Vielleicht ist der Graben in Ihrer Beziehung bereits so groß, dass er nicht mehr zuzuschütten ist. Sollten Sie sich auf Zeit trennen, müssen Sie damit rechnen, dass Ihre Beziehung immer weiter auseinanderdriftet und jeder seinen eigenen Interessen nachgeht.

Expertentipp: Suchen Sie nach den Ursachen, warum es in Ihrer Ehe kriselt. Warum streiten Sie sich ständig? Oft ist die primäre Ursache nicht diejenige, die den Streit eigentlich auslöst. Meist liegen die Konflikte tiefer. Liegt Ihnen Ihre Beziehung noch am Herzen, sollten Sie nicht destruktiv denken und argumentieren. Streiten Sie sich, werden einzelne negative Erfahrungen nicht mehr durch die nötige Menge an positiven Erfahrungen ausgeglichen. Negatives hat in der menschlichen Seele erheblich mehr Gewicht als Positives. Haben Sie den Partner beleidigt, sollten Sie sich zu einer Entschuldigung aufraffen. Versuchen Sie positive Signale zu senden. Bleiben Sie hartnäckig. Vielleicht geben Sie dem Partner oder der Partnerin damit die Kraft, sich selbst zu öffnen und auf einen gemeinsamen Weg zurück zu finden.

Tren­nung von Part­ner: Was ist zu be­ach­ten?

Rechtlich ist der Vollzug der Trennung bedeutsam. Sie müssen wenigstens ein Jahr getrennt voneinander gelebt haben, bevor Sie die Scheidung beantragen können. Vor Ablauf des Trennungsjahres können Sie nur in Härtefällen geschieden werden, wenn Sie Sie zur Überzeugung des Gerichts nachweisen, dass es Ihnen nicht zuzumuten ist, den Ablauf des Trennungsjahres abzuwarten. Das wäre zum Beispiel gegeben, wenn Ihre Ehepartnerin bzw. Ihr Ehepartner ist gewalttätig ist und mit Gewalt und Drohung zum Ausdruck bringt, dass Sie als Mensch in unerträglicher Weise missachtet werden.

Berufen Sie sich auf einen Härtefall, sollten Sie einkalkulieren, dass sich Ihre Ehepartnerin bzw. Ihr Ehepartner gegen Ihre Vorwürfe verteidigt, Sie sich auf eine emotional aufgeladene gerichtliche Auseinandersetzung einlassen müssen und Ihre Ehe dann trotzdem erst geschieden wird, wenn das Jahr abgelaufen ist.

Expertentipp: Sie werden nach Ablauf des Trennungsjahres problemlos geschieden, wenn Ihre Ehepartnerin bzw. Ihr Ehepartner Ihrem Scheidungsantrag zustimmt. Wenn Sie davor „den Ball flach gehalten haben“, könnten Sie bessere Chancen auf eine einvernehmliche Scheidung haben, als wenn Sie versuchen, die Scheidung so schnell wie möglich zu erzwingen und sich dazu auf einen Härtefall berufen. Ansonsten werden Sie auch gegen den ausdrücklich erklärten Willen Ihrer Ehepartnerin bzw. Ihres Ehepartners geschieden, wenn Sie drei Jahre getrennt voneinander gelebt haben.

Sollten Sie es nach Ihrer Trennung noch einmal miteinander versuchen wollen, hat ein Versöhnungsversuch keinen Einfluss auf den Ablauf des Trennungsjahres. Das Trennungsjahr läuft ununterbrochen weiter, auch wenn Sie für einen kurzen Zeitraum wieder miteinander leben. Die Versöhnungszeit sollte aber in Abhängigkeit von der Dauer Ihrer Ehe einen Zeitraum von sechs Wochen bis etwa drei Monate nicht überschreiten. Auch mehrere Versöhnungsversuche schaden nicht.

Wie voll­zie­he ich die Tren­nung?

Trennung bedeutet, dass im Idealfall wenigstens einer von Ihnen aus der ehelichen Wohnung auszieht. Oft stehen aber finanzielle Gründe einem Auszug entgegen. Erlauben es Ihre Räumlichkeiten, dass Sie die Trennung innerhalb Ihrer Wohnung vollziehen, können Sie auch gemeinsam in der Wohnung verbleiben. Sie dürfen dann allenfalls noch Gemeinschaftsräume, wie Küche, Bad und Hausflur gemeinsam nutzen.

Da Sie sich in der Wohnung aber immer wieder über den Weg laufen, ist diese Lösung nicht unbedingt immer empfehlenswert. Sie riskieren, dass sich der Konflikt ausweitet und Sie nicht den Abstand finden, um die Trennung zu verarbeiten und letztlich zu akzeptieren. Früher oder später werden Sie eine Lösung finden müssen und dann wirklich getrennte Wege gehen.

Expertentipp: Es gibt keine offizielle Stelle, wo Ihre Trennung registriert wird. Im Scheidungsantrag müssen Sie lediglich vortragen, dass und wie lange Sie getrennt leben. Ist der Trennungstermin unstreitig, brauchen Sie keinen Nachweis. Das Gericht wird Ihre Angabe akzeptieren. Sind Sie sich jedoch uneins, müssen Sie tatsächlich nachweisen, dass Sie mindestens seit einem Jahr getrennt leben. Als Nachweis kommt eine Meldebescheinigung für die neue Wohnung oder die Aussage von Zeugen in Betracht. Auch Schriftverkehr kann belegen, seit wann Sie getrennt leben.

Was ist Tren­nungs­un­ter­halt?

Ab dem Zeitpunkt Ihrer Trennung haben Sie Anspruch auf Trennungsunterhalt. Voraussetzung ist, dass Sie aufgrund Ihrer Lebenssituation bedürftig sind und die Ehepartnerin bzw. der Ehepartner finanziell leistungsfähig ist. Zweck ist, dass Sie Ihr Leben zunächst so weiterführen können, wie Sie es bislang gewohnt waren. Die Trennungsphase dient der Bewährung. Daher soll zunächst erst einmal alles so bleiben, wie es war.

Waren Sie bislang nicht berufstätig, brauchen Sie nicht gleich arbeiten zu gehen. Vor allem dann, wenn Sie Ihr Kleinkind betreuen, ist Ihnen eine Erwerbstätigkeit vorerst nicht zuzumuten. Waren Sie teilzeitbeschäftigt, brauchen Sie nicht gleich eine Vollzeitstelle anzunehmen. Andererseits dürfen Sie aber auch eine Vollzeitstelle nicht kündigen und nunmehr in Teilzeit arbeiten wollen, nur um dann Trennungsunterhalt beanspruchen zu können. Die Höhe des Trennungsunterhalts richtet sich danach, wie Ihre Lebensverhältnisse sowie die Einkommens- und Vermögensverhältnisse vor der Trennung waren.

Expertentipp: Eine Erwerbspflicht der nichterwerbstätigen Person besteht nur dann, wenn eine Erwerbstätigkeit nach den persönlichen Verhältnissen, insbesondere wegen einer früheren Erwerbstätigkeit unter Berücksichtigung der Dauer der Ehe und nach den wirtschaftlichen Verhältnissen beider Ehepartner erwartet werden kann. Berücksichtigen Sie aber, dass Sie zunehmend in eine Erwerbspflicht hineinwachsen, je länger Ihre Trennung dauert. Sie dürfen sich also nicht auf den Standpunkt stellen, dass allein die Ehepartnerin bzw. der Ehepartner die Trennung verschuldet hat und Sie jetzt allein aus moralischen Gründen Unterhalt beanspruchen können. Der Trennungsunterhalt endet mit dem Zeitpunkt Ihrer Scheidung. Ob Sie nach der Scheidung noch unterhaltsberechtigt sind, hängt von Ihrer Lebenssituation ab.

Ein­ver­nehm­lich oder strei­tig? Kos­ten und Zeit­auf­wand ma­chen den Un­ter­schied!

Bereits die Art und Weise, wie Sie sich trennen, kann Ansätze dafür liefern, ob Sie Ihre Scheidung einvernehmlich oder streitig abwickeln. Sie profitieren jedenfalls, wenn Sie von vornherein auf eine einvernehmliche Scheidung hinarbeiten. Dieses Ziel ist, wenn Sie sich gerade getrennt haben, vielleicht noch nicht realistisch. Dennoch sollten Sie im Verlauf Ihrer Trennung einen Weg finden, sich mit Ihrem Partner oder Partnerin so zu verständigen, dass Sie eine streitige Scheidung möglichst vermeiden. Die Gründe dafür sind einleuchtend.

Nur eine einvernehmliche Scheidung ermöglicht es Ihnen, sich kostengünstig, zeitsparend und ohne zusätzliche emotionale Belastungen scheiden zu lassen. Sie benötigen dann nur eine Rechtsanwältin bzw. einen Rechtsanwalt, die bzw. der den Scheidungsantrag stellt. Der Antragsgegner stimmt zu. Wenn Sie dann Ihre Scheidung noch als Online-Scheidung in die Wege leiten, ersparen Sie sich die oft mühevolle Recherche nach einer im Familienrecht kompetenten anwaltlichen Vertretung. Lassen Sie sich über einen Scheidungsservice an eine Kanzlei vermitteln, sind Sie nicht darauf angewiesen, sich auf gut Glück einer Rechtsanwältin bzw. einem Rechtsanwalt anvertrauen zu müssen.

Lassen Sie es hingegen auf eine streitige Scheidung ankommen und streiten sich über die Voraussetzungen der Scheidung, z.B. Ablauf des Trennungsjahres, oder über einer Scheidungsfolge, z.B. Zugewinnausgleich, Hausrat, Unterhalt, provozieren Sie zusätzliche Gebühren. Davon profitiert nicht nur die Gerichtskasse. Auch die anwaltlichen Kosten steigen, da beide Seiten nun anwaltlich vertreten werden müssen. Die Verfahrenskosten für Ihre Scheidung könnten sich dann als kaum mehr kalkulierbar erweisen.

Expertentipp: Sie sollten, wenn Sie die erste schwierige Phase Ihrer Trennung emotional bewältigt haben, den Kontakt zueinander möglichst aufrechterhalten. Nur wenn Sie miteinander sprechen, finden Sie Lösungen, wie Sie Ihre eheliche Lebensgemeinschaft abwickeln. Eine Scheidung ist nicht zuletzt auch eine wirtschaftliche Angelegenheit. Sie sollten alles daransetzen, es nicht auf eine streitige Scheidung ankommen zu lassen. Eventuelle Scheidungsfolgen regeln Sie am besten außergerichtlich in einer Scheidungsfolgenvereinbarung. Lassen Sie sich beraten, wie Sie diese Option wahrnehmen.

Nut­zen Sie die an­walt­li­che Erst­be­ra­tung

Sie können sich natürlich anhand von Ratgebern in die Materie des Ehe- und Scheidungsrechts einlesen. Sie dürfen aber nicht erwarten, für jede Frage eine Antwort zu finden. Dazu sind die Gegebenheiten meist viel zu individuell. Besser ist es, wenn Sie sich frühzeitig anwaltlich beraten lassen. Kanzleien bieten „Erstberatungen“ an. Für eine solche Erstberatung dürfen Anwältinnen und Anwälte von Gesetzes wegen maximal bis ca. 250 EUR berechnen.

Fa­zit

Erwarten Sie nicht, dass sie im Zeitpunkt Ihrer Trennung alles überblicken können, was auf Sie zukommt. Eine Trennung wirft eine Reihe von Fragen und Aufgaben auf. Sie sollten sich davon nicht einschüchtern lassen. Haben Sie Geduld und informieren Sie sich nach und nach, was für Ihre Trennung wichtig ist. Nutzen Sie frühzeitig die anwaltliche Beratung. Stellen Sie die Weichen so, dass Sie Ihre Scheidung so problemlos wie möglich abwickeln können.

Geschrieben von: iurFRIEND®-Redaktion

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